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21. Mai 2012

Der richtige Bildausschnitt

gutes Beispiel für ein Gruppenfoto

Selbst die einfachsten Kameras garantieren heute befriedigende Ergebnisse was Schärfe und Belichtung angeht. Technisch ist man heute also auf der sicheren Seite, jedoch macht das alleine noch kein gutes Foto aus. Der richtige Bildausschnitt und ein wenig Vorwissen über Einstellungen und die Drittel-Regel helfen dagegen sehr, ausdrucksstarke und interessante Bilder zu machen.

Ein gutes Motiv ist die Grundlage für ein gutes Foto. Wenn sie ein solches gefunden haben, dann setzen Sie es auch richtig in Szene! Überlegen Sie sich vor dem fotografieren, was Ihre Aussage sein soll und was der Betrachter braucht, um diese Aussage auch zu verstehen.

Sie wollen zum Beispiel den Firmenchef bei einer Veranstaltung fotografieren,  wo er hinter einem  Sprecherpult mit Firmenlogo eine Rede hält. Wichtig ist also: Ihr Chef und das Pult mit dem Logo. Diese beiden Dinge nehmen Sie also in Ihren Bildausschnitt auf. Entweder, indem Sie mittels Teleobjektiv auf sie heranzoomen oder indem Sie sich näher zu ihm und dem Pult bewegen. Die komplette Bühne, auf der das Pult steht, eventuell noch inklusive Publikum, ist für die geplante Bildaussage unnötig, ja sogar störend, da dann nur noch ein winziger Fleck irgendwo auf den Bild sichtbar wäre, der eventuell der Chef sein könnte .

gutes Beispiel für ein Gruppenfoto

Arrangieren Sie Personen für Gruppenfotos - das macht die Bilder spannender!

Wenn Sie Menschen fotografieren, etwa bei einem Workshop Ihres Unternehmens, dann nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Motive zu positionieren. Zehn dunkle Anzüge von hinten, die sich über ein Flipchart beugen, langweilen den Bildbetrachter. Stellen Sie stattdessen die Personen neben das Flipchart, mit Blick in die Kamera, dann ist das nicht nur für den Betrachter spannender, sondern auch für Ihre Publikationen.

Bei diesen Beispielen kommen neben dem Ausschnitt auch die verschiedenen Einstellungen zum Tragen: die Oma wird zwischen nah und halbnah fotografiert, die Anzugträger dagegen in der Halbtotalen (eine schöne Übersicht über die Einstellungen bietet Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Einstellungsgröße).

Das goldene Drittel

Drittelregel bzw. der goldene Schnit

Hier ist das Hauptmotiv im rechten Drittel. Das Gesicht als wichtigstes Bildelement wurde im oberen Drittel platziert.

Die Drittel-Regeln besagt, dass man das Leitmotiv eines Fotos nicht bildmittig platziert, sondern das Bild in Drittel so aufteilt, dass man neun gleiche Felder bekommt. Die meisten Hobbyfotografen platzieren ihr Motiv bildmittig – unter anderem deswegen, weil die Kamera in der Mitte scharf stellt. Solche zentriert aufgebauten Bilder wirken aber sehr schnell langweilig. Stattdessen platziert man z. B. Personen so, dass sie im linken oder rechten Drittel des Fotos ihren Platz finden und der Kopf im oberen Drittel auftaucht. Bei der Landschaftsaufnahme kommt der Horizont niemals in die Bildmitte, sondern – je nach Motiv – ins obere oder untere Drittel.

Diese Regel, eine leicht modifizierte und vereinfachte Variante des Goldenen Schnitts (http://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt) ist leicht zu bewerkstelligen und umzusetzen. Außerdem bieten die meisten Kameramodelle die Möglichkeit, erst auf ein Motiv zu fokussieren, indem Sie den Auslöser nur halb durchdrücken, dann den Bildausschnitt verschieben und erst dann das Bild schießen.

Linktipps

100 Fototutorials (englisch):
http://photo.tutsplus.com/articles/round-ups/100-helpful-photography-tutorials-for-beginners-and-professionals/

Online-Fotoschule – der umfassende Klassiker der Fotolehrgänge im Internet: http://www.fotolehrgang.de/

DPreview – riesiges Portal mit internationaler Community rund um die Themen digitale Spiegelreflexkameras und Fotografieren (englisch): http://www.dpreview.com/

Eine große deutschsprchige Community:
http://www.dslr-forum.de/

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