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Gender Marketing: Die Bedeutung des Geschlechts für den Verkaufserfolg

Gender Marketing

Prinzip des Gender Marketings: Frauen wie Männer ansprechen

Wussten Sie, dass laut amerikanischen Studien mehr als 80 Prozent aller privaten Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden? Und doch werden Käuferinnen – gerade in Europa – oftmals nicht ausreichend ernst genommen.

Wenn man ein Produkt an die Bedürfnisse von Frauen anpassen will, dann gilt in vielen Branchen noch der simple Leitsatz: „Shrink it and pink it“, die Waren werden also einfach kleiner gemacht und rosa eingefärbt.

Das zeigt, dass die mehrheitlich männlichen Produkthersteller ein sehr stereotypes Bild von Frauen haben. Ein Verständnis der weiblichen Bedürfnisse geht über die Größe und Farbe des Fabrikats hinaus. Viel Kaufpotential bleibt so ungenutzt. Große Unternehmen leisten sich eine Marktpotentialanalyse, aber auch kleinere Unternehmen können Gender Marketing betreiben.

Beide Geschlechter gleichermaßen ansprechen

Was es dafür braucht: Fingerspitzengefühl und eine kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen. Ein erfolgreiches Beispiel hat das Elektro-Unternehmen Bosch abgeliefert. Denn es hat die Bedürfnisse beider Geschlechter in einem Produkt widergespiegelt. So hat die Firma einen Akkuschrauber produziert, der nicht nur handlicher und leichter war, sondern zugleich nichts an seiner Akkuleistung verlor, weil er mit der neuesten Technik ausgestattet war. Das Resultat: Der Akkuschrauber brach alle jemals dagewesenen Verkaufsrekorde.

Es zeigt sich also: Erfolgreiches Gender Marketing ist genau dann, wenn beide Geschlechter angesprochen werden. Und das gilt nicht nur für Produktentwickler, sondern auch für Content Marketing Experten. Denn es gibt immer wieder Studien, die beweisen, dass Frauen in den Medien nicht gleichermaßen wie Männer repräsentiert werden. Was man dagegen tun kann?

Geschlechterstereotype überdenken

In der Werbung wie im Content Marketing gilt vor allem: Geschlechterstereotype reflektieren! Frauen mögen Pink und hassen Fußball. Männer essen am liebsten Fleisch und legen weniger Wert auf ihr Äußeres. Stimmt das oder sind dies nicht eher Alltagsstereotype von Männern und Frauen? Vielleicht mag es den einen oder anderen Mann bzw. die eine oder andere Frau geben, die dieser Ansicht sind – der Großteil ist es aber nicht. Man denke nur an seinen Freundes- und Bekanntenkreis: Dort gibt es bestimmt ein paar fußballbegeisterte Frauen und Männer, die sich bewusst ernähren.

Abschließend kann man also sagen: Wer Geschlechterstereotype in der Wort- und Bilderauswahl hinterfragt, der zeigt, dass er sich mit seinen Kundinnen und Kunden auseinandergesetzt hat. Platte Frauen- und Männerschemas stoßen eher ab, als dass sie von einem Produkt oder einer Dienstleistung überzeugen.