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So werden ihre Texte gelesen – Information statt PR-Floskeln

Kundenzeitung

Ein Plädoyer für die Kundenzeitschrift.

Sie kennen bestimmt viele Sätze wie diesen: „Individuelle Leistungen aus einer Hand und eine gemeinsame Vision über das gesamte Firmennetzwerk hinweg sichern unseren Kunden und Partnern einen signifikanten Mehrwert.“

Kundenzeitung

Lassen Sie Inhalte sprechen – verzichten Sie auf Floskeln. Copyright: JagerPR

Wenn Unternehmen etwas über sich erzählen möchten, greifen sie oft zu solchen oder ähnlichen Floskeln. Schlägt man im Duden unter „Floskel“ nach, erfährt man, dass das Wort eine nichtssagende Redensart oder eine formelhafte, leere Redewendung bezeichnet. Besonders gerne bedient man sich in Presse- und Marketingtexten solcher leerer Phrasen. Dass zum Beispiel Kundenorientierung, Qualität und Service für Sie keine leeren Schlagworte sind, wird zum einen für Ihre Kunden keine revolutionäre Erkenntnis bringen, zum anderen wird es kein Unternehmen geben, das das Gegenteil von sich behauptet.

Was sie vermeiden sollten

Texte, die jedes Unternehmen mit kleinen Anpassungen für sich verwenden könnten, sind wertlos und sagen nichts über Ihre Firma aus. Es sind Zeilen, die Unternehmen gerne über sich selbst lesen, am Leser gehen sie jedoch spurlos vorbei. Anstatt das Publikum mit Information zu versorgen, überschüttet man es mit leeren Worten. PR-Texte haben die Aufgabe, eine bestimmte Zielgruppe vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Das funktioniert am besten durch Information und mit Hilfe von Argumenten. Es spricht nichts dagegen, gewisse Phrasen gezielt und dosiert einzusetzen. Problematisch wird es, wenn der ganze Text daraus besteht. Dadurch entsteht der Eindruck, das Unternehmen möchte etwas sagen, obwohl es nichts zu sagen hat. Weit verbreitet ist auch die Verwendung von langen, verschachtelten Sätzen und Fremdwörtern. Sie behindern den Lesefluss und das Verständnis des Textes. Wenn der Leser Ihre Botschaft mehrfach lesen muss und nur mithilfe eines Fremdwörterbuches entschlüsseln kann, wird er schnell das Interesse verlieren.

So machen Sie es besser

Bevor Sie anfangen einen Text zu schreiben, überlegen Sie, was Ihr Unternehmen oder Produkt einzigartig macht. Was können Sie Ihren Kunden bieten, das die Konkurrenz nicht kann? Welche Information könnte den Leser interessieren? Versuchen Sie Geschichten zu erzählen und verpacken Sie diese in kurze verständliche Sätze. Vermeiden Sie Superlative und Lobeshymnen auf sich selbst. Niemand will lesen, dass sich Ihr Unternehmen selber für das Beste, Größte und Schönste hält. Dass Sie von sich und Ihrem Angebot überzeugt sind, können Sie auch eleganter kommunizieren. Ersetzen Sie Fremdwörter durch deutsche Ausdrücke. Streichen Sie unnötige Füllwörter wie auch, nun, gar, wohl, sowieso oder eigentlich. Beantworten Sie in Ihrem Text die wichtigsten Fragen. Wer, was, wann, wie, warum und wo? Mit einem leicht lesbaren und interessanten Text tun sie nicht nur Ihrem Publikum, sondern auch sich einen Gefallen. Ihre Botschaft bleibt den Lesern im Gedächtnis.

Beispiele

  • Schlecht:Unsere Philosophie ist: effektive und ganzheitliche Problemlösungen für unsere Kunden zu entwickeln.“ Hier fehlt die Information was die Kunden unter einer effektiven und ganzheitlichen Problemlösung verstehen sollen.
  • Schlecht:Es wurde explizit festgestellt, dass ganz ausdrücklich darauf verwiesen werden muss, dass die Fristen für die Garantie diesbezüglich einzuhalten sind.“
    Besser: Es wurde festgestellt, dass die Garantiefristen einzuhalten sind.
  • Schlecht: „Die narrative Kompetenz des Autors ist unbestritten“
    Besser:
    Niemand bestreitet die erzählerischen Fähigkeiten des Autors.

 

Internet-Links

www.blablameter.de – Testen Sie die sprachliche Qualität Ihrer Texte.

www.sloganizer.net – erstellt kurze, knappe und abgedroschene Werbeslogans

www.luftpiraten.de/phrasendreschmaschine.html – Macht, wie es heißt: drischt Phrasen, wie man sie überall schon gelesen hat.

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